Keramikurne mit fach für einen letzten gruß

       Keramikurne mit Abschiedsbotschaft an den Verstorbenen und moderner Trauerfloristik

FEUERBESTATTUNG

WAS BEDEUTET FEUERBESTATTUNG?

Die Bestattungsform der Feuerbestattung beschreibt, dass der verstorbene Körper, zur Umwandlung in Asche, an das Element Feuer übergeben wird. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist „Feuerbestattung“ ein Synonym für den Wunsch später in einer Urnenbeisetzung beerdigt zu werden. Die Einäscherung des Körpers erlaubt eine große Variante an Beisetzungsformen.

Gerne beantworte ich Ihre persönlichen Fragen zum Themenbereich Feuerbestattung und Urnenbeisetzung. Kontaktieren Sie mich für einen unverbindlichen und kostenfreien Beratungstermin.

Kontakt aufnehmen
Keramikurne mit fach für einen letzten gruß

Keramikurne mit Abschiedsbotschaft an den Verstorbenen und moderner Trauerfloristik

FEUERBESTATTUNG

WAS BEDEUTET FEUERBESTATTUNG?

Die Bestattungsform der Feuerbestattung beschreibt, dass der verstorbene Körper, zur Umwandlung in Asche, an das Element Feuer übergeben wird. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist „Feuerbestattung“ ein Synonym für den Wunsch später in einer Urnenbeisetzung beerdigt zu werden. Die Einäscherung des Körpers erlaubt eine große Variante an Beisetzungsformen.

Gerne beantworte ich Ihre persönlichen Fragen zum Themenbereich Feuerbestattung und Urnenbeisetzung. Kontaktieren Sie mich für einen unverbindlichen und kostenfreien Beratungstermin.

Kontakt aufnehmen

1. WANN MUSS EIN MENSCH FEUERBESTATTET UND BEIGESETZT SEIN?

Antwort:

Bestattungsfrist

Das Bestattungsgesetz ist Ländersache. In Nordrhein-Westfalen gibt eine Bestattungsfrist von 10 Tagen. Der erste tag dieser Frist beginnt am Tag der auf den Todestag folgt. Feiertage sowie die Samstag und Sonntag werden mitgezählt. Spätestens am 10. Tag muss die Einäscherung im Krematorium erfolgen. Für die Beisetzung der Urne sieht das Bestattungsgesetz derzeitig einen Zeitraum von 6 Wochen ab der Feuerbestattung vor.

Weitere Regelungen

In Ausnahmefällen kann sowohl für den Zeitpunkt der Einäscherung als auch der Urnenbeisetzung eine Sondergenehmigung auf Verlängerung durch die Ordnungsbehörde erteilt werden. Ich unterstütze Sie dabei, wenn eine Sondergenehmigung besorgt werden muss. Wird die Urne in einem anderen Bundesland oder im Ausland beigesetzt gilt die dortige Gesetzgebung, sobald die Urne über die entsprechende Landesgrenze überführt wurde.

2. WELCHE DOKUMENTE WERDEN FÜR DIE FEUERBESTATTUNG BENÖTIGT?

Antwort:

Der Totenschein, als so zu sagen medizinische Akte der/des Verstorbenen. Die Sterbeurkunde, die den Tod des Menschen amtlich bezeugt. Die Willenserklärung des verstorbenen Menschen oder der Angehörigen, dass es der Wunsch ist eine Feuerbestattung durchzuführen. Ich reiche dem Krematorium weitere Unterlagen ein, wie ein Auftrag aus dem hervorgeht wo der Mensch später bestattet. Hat die/der Verstorbene zu Lebzeiten die Feuerbestattung verfügt erhält das Krematorium den passenden Auszug aus dem Bestattungsvorsorgevertrag.

3. DARF DER/DIE VERSTORBENE EIGENE KLEIDUNG ANGEZOGEN BEKOMMEN?

Antwort:

Ja, in den meisten Krematorien ist es erlaubt, dass die/der Verstorbene in eigener Kleidung feuerbestattet wird. Mansche Krematorien erlauben die Einäscherung nur in einem Sterbehemd aus Baumwolle, Seide oder Viskose. Grund dafür ist in der Regel der Stand der Filtertechnik. Da das Krematorium nur reinst gefilterte Luft in die Umwelt entlassen darf, muss die Anlage entsprechend ausgestattet sein, um auch Mischfaser-Rückstände vollständig herausfiltern zu können.

4. WELCHE BEIGABEN DÜRFEN IN SARG ODER URNE?

Antwort:

Persönliche Geschenke an die/den Verstorbenen wie Blumen, Fotos oder Briefe dürfen in der Regel immer mitgegeben werden, da sie aus Naturmaterialien bestehen. Ähnlich wie bei der Bekleidung machen an dieser Stelle Krematorien unterschiedliche Vorgaben. Unsere örtlichen Krematorien sind sehr moderne Anlagen und erlauben auch das Mitgeben von z. B. Kuscheltiere oder anderen Wegbegleitern.

Diese Dinge dürfen nicht mit gegeben werden

Ausgeschlossen sind Materialien, welche nicht verbrannt werden können, wie Steine oder Glas. Auch elektrische Geräte und Batterien dürfen aus Explosionsgefahr nicht mit feuerbestattet werden.

Urnenbeigaben

Es ist außerdem möglich Dinge direkt in die Schmuckurne zu geben. Dies kann z. B. ein Schmuckstück sein, dessen Form nicht im Feuer aufgelöst werden sollte. Aufgrund des begrenzten Platzes in der Urne, sollten die Beigaben klein sein.

5. ZU WELCHEM ZEITPUNKT SOLL DIE TRAUERFEIER ERFOLGEN?

Antwort:

Trauerfeier am Sarg

Es ist möglich die Trauerfeier am Sarg zu halten. Dies muss innerhalb der ersten zehn Tage nach dem Tod (Bestattungsfrist) erfolgen. Viele Menschen spüren eine stärkere Verbindung zur/zum Verstorbenen beim Anblick eines Sarges, weil der Körper in seiner Größe „sichtbar“ ist. Im Gegensatz dazu wird die Urne als sehr klein empfunden. Oft wird am Ende der Feier ein Abschiedsritual gewünscht, sodass sich alle Gäste am Sarg mit dem z. B. Ablegen einer Blume verabschieden können. Der spätere Urnenbeisetzungstermin wird dann im kleinen (Familien-)Kreis begangen. Entscheidet sich die Familie für diese Variante sollte bei der Einladung darauf hingewiesen werden, dass die Beisetzung später im engsten Kreis erfolgt um niemanden zu verunsichern.

Vorteil: Variante um allen die Möglichkeit des Abschieds zu geben und gleichzeitig im privaten Kreis beizusetzen.
Nachteil: Zwei Termine für die Familie, was emotional sehr belastend sein kann, weil es einen weiteren Abschied bedeutet. Es entsteht ein erhöhter Kostenaufwand, da weitere Überführungen ausgeführt werden.

Trauerfeier an der Urne

Dies ist die inzwischen etablierte Variante der Urnenbeisetzung. Alle Menschen die zur Trauerfeier eingeladen werden nehmen im Anschluss an der Beisetzung teil.

6. WIE IST DER ABLAUF EINER URNENBEISETZUNG?

Antwort:

Der Weg zum Grab

Der Ablauf einer Urnenbeisetzung ist regional unterschiedlich und kann ortsüblichen Traditionen unterliegen. Nach der Trauerfeier wird die Urne der/des Verstorbenen zu ihrem/seinem Grab geleitet. Oft wird die Urne dabei von mir oder einem Friedhofsmitarbeiter getragen. Wünscht die Familie die Urne selbst zu tragen, kann dies auf sehr vielen Friedhöfen möglich gemacht werden. Manche Friedhöfe fahren die Urne auf einem Wagen, auf dem auch der Blumenschmuck befördert wird, zum Grab.

Am Grab

Am Grab angekommen spricht der Geistliche, der Redner oder die Familie Abschiedsworte bevor die Urne ins Grab gegeben wird. Dann erhält jeder Trauergast die Möglichkeit sich zu verabschieden. Dies kann mit einem stummen Moment am Grab bezeugt werden, sowie durch das eingeben von Erde oder Blumen ins Grab. Für eine Urnenbeisetzung eignen sich besonders das Einstreuen von Blütenblättern. Da das Grab nicht viel Raum bietet haben so auch viele Trauergäste die Möglichkeit sich mit einem Blumengruß zu verabschieden. Natürlich dürfen auch mitgebrachte Blumen oder Geschenke am Grab abgelegt und Kerzen entzündet werden. Besondere Verhaltensregeln herrschen bei einer Wald- oder Seebestattung, wo z. B. kein offenes Feuer erlaubt ist. Manchmal ist auch gewünscht, dass Musik gespielt wird oder das Luftballons steigen gelassen werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig; sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie einen Wunsch zur Gestaltung des Abschieds haben.

7. WAS GESCHIEHT IM KREMATORIUM?

Antwort:

Vor der Kremation

Jeder verstorbene Mensch wird mit seinen Begleitpapieren/Dokumenten dem Kremationsmitarbeiter, am Ende der Überführung, anvertraut. Der Sarg der/des Verstorbenen wird als erstes mit einer Nummer gekennzeichnet (Schamottstein wird in den Sarg gelegt). Diese befindet sich im Schamottstein eingeraviert, sowie allen Dokumenten mit denen das Krematorium arbeitet. Die Ankunft der/des Verstorbenen wird im Computerprogramm registriert und alle weiteren Abläufe geplant. Die Wünsche der Familie entnimmt der Kremationsmitarbeiter aus meinem Auftrag. Die/der Verstorbene verbleibt bis zur Einäscherung in den Kühlräumlichkeiten des Krematoriums. Vor der Einäscherung erfolgt die amtsärztliche Untersuchung.

Die Kremation

Ist der Zeitpunkt der Kremation gekommen, wird der Sarg auf einer Vorrichtung positioniert und dann langsam in den Kremationsofen eingefahren. Dieser Vorgang wird mittels Computertechnik gesteuert und vom Kremationsmitarbeiter am Kremationsofen überwacht. Kremationsöfen sind so gebaut, dass immer nur ein Mensch feuerbestattet werden kann. Auf diese Weise wird auch ein Vermischen von Asche vermieden. Der Kremationsofen hat vor dem Einbringen des Sarges eine Temperatur von ca. 850°C. Bei diesen Temperaturen entzündet sich das Sargholz selbstständig und liefert für die weitere Dauer der Einäscherung die nötige Energie. Je nach Körpergröße hat die Kremation eine Dauer von ca. 1 1/2 Stunden.

Nach der Kremation

Aus der abgekühlten Asche werden evtl. Implantate wie z. B. Nägel oder künstliche Gelenke entfernt. Zur Unterstützung wird hierzu ein Magnet benutzt. Die Asche wird dann in die Aschekapsel gegeben, verplombt und wieder mit den Daten der/des Verstorbenen gekennzeichnet. Die Aschenkapsel wird dann mit den Einäscherungsdokumenten (Bestätigung der Einäscherung) zur Abholung bereit gestellt. Wird die/der Verstorbene nicht persönlich von mir zurück überführt, erfolgt der Spezialversand der Urne an eine Reederei oder Friedhofsverwaltung (auch im Ausland).

8. WELCHE LEISTUNGEN BIETET EIN KREMATORIUM NEBEN DER EINÄSCHERUNG AN?

Antwort:

Je nach Gegebenheiten bieten unterschiedliche Krematorien verschiedene Dienstleistungen an. Ist eine dieser Angebote einer Familie wichtig empfehle ich das passende Krematorium. Es ist z. B. möglich bei der Feuerbestattung zugegen zu sein. Dies bedeutet sich noch einmal am geschlossenen Sarg zu verabschieden und dann in dem Moment anwesend zu sein, wenn dieser an das Feuer übergeben wird. Auch gibt es Krematorien die große Trauerkapellen für eine Abschiedsfeier am Sarg und einen anschließenden Beerdigungskaffee anbieten.

Urnenversand

Wird eine Urne z. B. in der Nordsee seebestattet und kann oder möchte die Familie die Überführung der Urne nicht selbst übernehmen, ist ein Spezialversand der Urne möglich. Diesen Versand organisiert das Krematorium für Orte auf der ganzen Welt. Empfänger sind dann Reedereien oder Friedhofsverwaltungen.

Beisetzungsmöglichkeiten

Einige Krematorien betreiben eine Friedhofsabschnitte auf denen eine anonyme Beisetzung oder Zerstreuung erfolgen kann. Auch die Beisetzung in einer Gemeinschaftsanlage wird kostengünstig ermöglicht.

9. WAS IST DIE AMTSÄRTZTLICHE UNTERSUCHUNG?

Antwort:

Die Amtsärztliche Untersuchung bezeichnet eine zweite Leichenschau, welche vor der Feuerbestattung vorgeschrieben ist.

Warum ist die zweite Untersuchung vorgeschrieben?

Die erste Leichenschau hat der Arzt durchgeführt, welcher den (natürlichen) Tod festgestellt und anschließend den Totenschein ausgestellt hat. Bestätigt die zweite Untersuchung den natürlichen Tod kann die Feuerbestattung erfolgen. Werden Anzeichen für eine nicht natürliche Todesursache festgestellt, wird die Polizei eingeschaltet und die/der Verstorbene in die Rechtsmedizin verbracht, um die Umstände des Todes zu ermitteln.

Wie erfolgt die Untersuchung?

Der Amtsarzt vergleicht die Angaben im Totenschein mit dem verstorbenen Menschen und schaut sich dessen Körper an. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf Verletzungen oder (krakheitsbedingte) Veränderungen gelegt. Der Körper der/des Verstorbenen wird bei der Untersuchung nicht geöffnet (Obduktion) oder verletzt. Es werden auch keine Blutproben oder ähnliches genommen.

10. WOFÜR WIRD EINE WILLENSERKLÄRUNG BENÖTIGT?

Antwort:

Zustimmung zur Einäscherung

Eine Willenserklärung bezeugt den eigenen Willen oder man bestätigt, dass man im Sinne der/des Verstorbenen handelt. Inhaltlich ist mit Willenserklärung die Zustimmung zur Feuerbestattung gemeint. Da die Feuerbestattung nicht umkehrbar ist, lässt sich z. B. Das Krematorium durch die Willenserklärung versichern, dass die Einäscherung erfolgen darf. (Eine/ein Verstorbene*r der zuerst Erdbestattet wurde, kann theoretisch ausgebettet und dann eingeäschert werden.) Einige Krematorien fordern sogar die Unterschrift von mindestens zwei Angehörigen um die Feuerbestattung erfolgen zu lassen.

Willenserklärung zu Lebzeiten

Eine Willenserklärung kann bereits im Rahmen einer Bestattungsvorsorge zu Lebzeiten gegeben werden. Ist es der Wunsch, dass die eigene Asche nach dem Tod verstreut werden soll, ist nach aktueller Gesetzeslage eine eigenhändig geschriebene Erklärung des/der dereinstigen Verstorbenen erforderlich!

11. WAS IST EINE ASCHENKAPSEL?

Antwort:

Die Aschenkapsel ist das Gefäß, in welches im Krematorium die Asche der/des Verstorbenen gegeben wird. Um ein Herausfallen der Asche zu verhindern, wird die Kapsel verplombt und mit den Daten des/des Verstorbenen gekennzeichnet. Dies sind in der Regel der Vor- und Nachname, das Geburts-, Sterbe- und Einäscherungsdatum. Die Kapsel selbst ist ebenfalls mit dem Namen des Krematoriums versehen. Früher bestanden die Aschenkapseln aus Metall, heute sind diese fast immer aus einem Naturstoff-Material (z. B. Maisstärke und Zellulose), damit Sie im Erdreich ebenfalls vergehen.

Schamottstein

Der Schamottstein ist mit einer Nummer versehen, welche dem verstorbenen Menschen zugeordnet wurde. Vor der Einäscherung wird der Stein in den Sarg gelegt. Aufgrund seiner hohen Hitzebeständigkeit, verändert er sich während der Kremation nicht. Mit der Verstorbenenasche wird er in die Aschenkapsel gegeben. Anhand der Nummer kann die Asche später immer noch einem Menschen zugeordnet und die Asche so identifizieren werden.

12. WARUM GIBT ES DIE SARGPFLICHT?

Antwort:

Der Sarg dient als Ruheort für die/den Verstorbenen. Nach der hygienischen Versorgung und dem Einkleiden, wird die/der Verstorbene in ihren/seinen Sarg gebettet. Bis zur Überführung ins Krematorium verbleibt der Mensch im Sarg in einer Kühleinrichtung. Zur Überführung muss der Sarg geschlossen werden. Dies dient der Transportsicherheit und entspricht den gesetzlichen Vorgaben. Im Krematorium liefert das Holz des Sarges Energie für die Verbrennung.

13. BRAUCHE ICH EINE SCHMUCKURNE?

Antwort:

Die Schmuckurne bezeichne das Gefäß, in welches die Aschenkapsel hineingegeben wird. Sie dient als Schmuckelement, da die Aschenkapsel vielen Menschen als „technisch“ und „nackt“ erscheint. Vorgeschrieben ist eine Schmuckurne allerdings nicht. Da die Größen der Aschenkapseln (aus verschiedenen Krematorien) sehr ähnlich sind, ist auch die Formgebung der Schmuckurnen an diese angepasst. Es gibt eine große Auswahl an Materialien, Farben und Dekoren, sodass eine Urne ausgewählt werden kann, welche zum Verstorbenen „passt“.

Urnen für bestimmte Bestattungsformen

Wird eine Seebestattung oder Flussbestattung gewünscht, muss sich die Urne innerhalb von 24 Stunden im Wasser auflösen um die Asche freizugeben. Urnen, die diese speziellen Anforderungen erfüllen, können z. B. aus Muschelkalk, Zellulose oder Salz bestehen. Auch bei einer Waldbestattung sind die Anforderungen an die Schmuckurne, dass eine kürzere Zeit der Auflösung gefordert ist, als auf dem Ortsfriedhof. Materialien für Bestattungen im z. B. Friedwald bestehen aus Holz, Naturstoff, Filz oder Zellulose.

Individualisierung

Es ist möglich eine Urne zu individualisieren. Dies kann eine Bemalung durch einen Künstler sein oder ein kreatives Ausprobieren, indem die Urne z. B. mit Fotos beklebt oder mit Handabdrücken der Familienmitglieder verziert wird. Viele Familien haben mir schon gesagt, dass es eine schöne Möglichkeit ist, so eine engere Bindung zu dem „Gefäß“ aufzubauen, indem ihr Angehöriger beigesetzt wird. Es ist ein liebevolles Geschenk an den/die Verstorbene*n.

14. DARF EINE URNE AUCH IN EINEM FAMILIENGRAB BEIGESETZT WERDEN?

Antwort:

Viele Friedhofsverwaltungen erlauben heute die Beisetzung einer Urne auch in einem Familiengrab . Die Gründe für diesen Wunsch können vielfältig sein. Ein Ehepartner wünscht sich eine Erdbestattung, der andere die Beisetzung als Urne. Damit beide im selben Grab beisammen sein können, wird die gemeinsame Nutzung im Familiengrab erlaubt. Ein weiterer Grund kann sein, dass auf diese Weise mehr Familienmitglieder in der selben Grabstelle bestattet werden können.

1. WANN MUSS EIN MENSCH FEUERBESTATTET UND BEIGESETZT SEIN?

Antwort:

Bestattungsfrist

Das Bestattungsgesetz ist Ländersache. In Nordrhein-Westfalen gibt eine Bestattungsfrist von 10 Tagen. Der erste tag dieser Frist beginnt am Tag der auf den Todestag folgt. Feiertage sowie die Samstag und Sonntag werden mitgezählt. Spätestens am 10. Tag muss die Einäscherung im Krematorium erfolgen. Für die Beisetzung der Urne sieht das Bestattungsgesetz derzeitig einen Zeitraum von 6 Wochen ab der Feuerbestattung vor.

Weitere Regelungen

In Ausnahmefällen kann sowohl für den Zeitpunkt der Einäscherung als auch der Urnenbeisetzung eine Sondergenehmigung auf Verlängerung durch die Ordnungsbehörde erteilt werden. Ich unterstütze Sie dabei, wenn eine Sondergenehmigung besorgt werden muss. Wird die Urne in einem anderen Bundesland oder im Ausland beigesetzt gilt die dortige Gesetzgebung, sobald die Urne über die entsprechende Landesgrenze überführt wurde.

2. WELCHE DOKUMENTE WERDEN FÜR DIE FEUERBESTATTUNG BENÖTIGT?

Antwort:

Der Totenschein, als so zu sagen medizinische Akte der/des Verstorbenen. Die Sterbeurkunde, die den Tod des Menschen amtlich bezeugt. Die Willenserklärung des verstorbenen Menschen oder der Angehörigen, dass es der Wunsch ist eine Feuerbestattung durchzuführen. Ich reiche dem Krematorium weitere Unterlagen ein, wie ein Auftrag aus dem hervorgeht wo der Mensch später bestattet. Hat die/der Verstorbene zu Lebzeiten die Feuerbestattung verfügt erhält das Krematorium den passenden Auszug aus dem Bestattungsvorsorgevertrag.

3. DARF DER/DIE VERSTORBENE EIGENE KLEIDUNG ANGEZOGEN BEKOMMEN?

Antwort:

Ja, in den meisten Krematorien ist es erlaubt, dass die/der Verstorbene in eigener Kleidung feuerbestattet wird. Mansche Krematorien erlauben die Einäscherung nur in einem Sterbehemd aus Baumwolle, Seide oder Viskose. Grund dafür ist in der Regel der Stand der Filtertechnik. Da das Krematorium nur reinst gefilterte Luft in die Umwelt entlassen darf, muss die Anlage entsprechend ausgestattet sein, um auch Mischfaser-Rückstände vollständig herausfiltern zu können.

4. WELCHE BEIGABEN DÜRFEN IN SARG ODER URNE?

Antwort:

Persönliche Geschenke an die/den Verstorbenen wie Blumen, Fotos oder Briefe dürfen in der Regel immer mitgegeben werden, da sie aus Naturmaterialien bestehen. Ähnlich wie bei der Bekleidung machen an dieser Stelle Krematorien unterschiedliche Vorgaben. Unsere örtlichen Krematorien sind sehr moderne Anlagen und erlauben auch das Mitgeben von z. B. Kuscheltiere oder anderen Wegbegleitern.

Diese Dinge dürfen nicht mit gegeben werden

Ausgeschlossen sind Materialien, welche nicht verbrannt werden können, wie Steine oder Glas. Auch elektrische Geräte und Batterien dürfen aus Explosionsgefahr nicht mit feuerbestattet werden.

Urnenbeigaben

Es ist außerdem möglich Dinge direkt in die Schmuckurne zu geben. Dies kann z. B. ein Schmuckstück sein, dessen Form nicht im Feuer aufgelöst werden sollte. Aufgrund des begrenzten Platzes in der Urne, sollten die Beigaben klein sein.

5. ZU WELCHEM ZEITPUNKT SOLL DIE TRAUERFEIER ERFOLGEN?

Antwort:

Trauerfeier am Sarg

Es ist möglich die Trauerfeier am Sarg zu halten. Dies muss innerhalb der ersten zehn Tage nach dem Tod (Bestattungsfrist) erfolgen. Viele Menschen spüren eine stärkere Verbindung zur/zum Verstorbenen beim Anblick eines Sarges, weil der Körper in seiner Größe „sichtbar“ ist. Im Gegensatz dazu wird die Urne als sehr klein empfunden. Oft wird am Ende der Feier ein Abschiedsritual gewünscht, sodass sich alle Gäste am Sarg mit dem z. B. Ablegen einer Blume verabschieden können. Der spätere Urnenbeisetzungstermin wird dann im kleinen (Familien-)Kreis begangen. Entscheidet sich die Familie für diese Variante sollte bei der Einladung darauf hingewiesen werden, dass die Beisetzung später im engsten Kreis erfolgt um niemanden zu verunsichern.

Vorteil: Variante um allen die Möglichkeit des Abschieds zu geben und gleichzeitig im privaten Kreis beizusetzen.
Nachteil: Zwei Termine für die Familie, was emotional sehr belastend sein kann, weil es einen weiteren Abschied bedeutet. Es entsteht ein erhöhter Kostenaufwand, da weitere Überführungen ausgeführt werden.

Trauerfeier an der Urne

Dies ist die inzwischen etablierte Variante der Urnenbeisetzung. Alle Menschen die zur Trauerfeier eingeladen werden nehmen im Anschluss an der Beisetzung teil.

6. WIE IST DER ABLAUF EINER URNENBEISETZUNG?

Antwort:

Der Weg zum Grab

Der Ablauf einer Urnenbeisetzung ist regional unterschiedlich und kann ortsüblichen Traditionen unterliegen. Nach der Trauerfeier wird die Urne der/des Verstorbenen zu ihrem/seinem Grab geleitet. Oft wird die Urne dabei von mir oder einem Friedhofsmitarbeiter getragen. Wünscht die Familie die Urne selbst zu tragen, kann dies auf sehr vielen Friedhöfen möglich gemacht werden. Manche Friedhöfe fahren die Urne auf einem Wagen, auf dem auch der Blumenschmuck befördert wird, zum Grab.

Am Grab

Am Grab angekommen spricht der Geistliche, der Redner oder die Familie Abschiedsworte bevor die Urne ins Grab gegeben wird. Dann erhält jeder Trauergast die Möglichkeit sich zu verabschieden. Dies kann mit einem stummen Moment am Grab bezeugt werden, sowie durch das eingeben von Erde oder Blumen ins Grab. Für eine Urnenbeisetzung eignen sich besonders das Einstreuen von Blütenblättern. Da das Grab nicht viel Raum bietet haben so auch viele Trauergäste die Möglichkeit sich mit einem Blumengruß zu verabschieden. Natürlich dürfen auch mitgebrachte Blumen oder Geschenke am Grab abgelegt und Kerzen entzündet werden. Besondere Verhaltensregeln herrschen bei einer Wald- oder Seebestattung, wo z. B. kein offenes Feuer erlaubt ist. Manchmal ist auch gewünscht, dass Musik gespielt wird oder das Luftballons steigen gelassen werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig; sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie einen Wunsch zur Gestaltung des Abschieds haben.

7. WAS GESCHIEHT IM KREMATORIUM?

Antwort:

Vor der Kremation

Jeder verstorbene Mensch wird mit seinen Begleitpapieren/Dokumenten dem Kremationsmitarbeiter, am Ende der Überführung, anvertraut. Der Sarg der/des Verstorbenen wird als erstes mit einer Nummer gekennzeichnet (Schamottstein wird in den Sarg gelegt). Diese befindet sich im Schamottstein eingeraviert, sowie allen Dokumenten mit denen das Krematorium arbeitet. Die Ankunft der/des Verstorbenen wird im Computerprogramm registriert und alle weiteren Abläufe geplant. Die Wünsche der Familie entnimmt der Kremationsmitarbeiter aus meinem Auftrag. Die/der Verstorbene verbleibt bis zur Einäscherung in den Kühlräumlichkeiten des Krematoriums. Vor der Einäscherung erfolgt die amtsärztliche Untersuchung.

Die Kremation

Ist der Zeitpunkt der Kremation gekommen, wird der Sarg auf einer Vorrichtung positioniert und dann langsam in den Kremationsofen eingefahren. Dieser Vorgang wird mittels Computertechnik gesteuert und vom Kremationsmitarbeiter am Kremationsofen überwacht. Kremationsöfen sind so gebaut, dass immer nur ein Mensch feuerbestattet werden kann. Auf diese Weise wird auch ein Vermischen von Asche vermieden. Der Kremationsofen hat vor dem Einbringen des Sarges eine Temperatur von ca. 850°C. Bei diesen Temperaturen entzündet sich das Sargholz selbstständig und liefert für die weitere Dauer der Einäscherung die nötige Energie. Je nach Körpergröße hat die Kremation eine Dauer von ca. 1 1/2 Stunden.

Nach der Kremation

Aus der abgekühlten Asche werden evtl. Implantate wie z. B. Nägel oder künstliche Gelenke entfernt. Zur Unterstützung wird hierzu ein Magnet benutzt. Die Asche wird dann in die Aschekapsel gegeben, verplombt und wieder mit den Daten der/des Verstorbenen gekennzeichnet. Die Aschenkapsel wird dann mit den Einäscherungsdokumenten (Bestätigung der Einäscherung) zur Abholung bereit gestellt. Wird die/der Verstorbene nicht persönlich von mir zurück überführt, erfolgt der Spezialversand der Urne an eine Reederei oder Friedhofsverwaltung (auch im Ausland).

8. WELCHE LEISTUNGEN BIETET EIN KREMATORIUM NEBEN DER EINÄSCHERUNG AN?

Antwort:

Je nach Gegebenheiten bieten unterschiedliche Krematorien verschiedene Dienstleistungen an. Ist eine dieser Angebote einer Familie wichtig empfehle ich das passende Krematorium. Es ist z. B. möglich bei der Feuerbestattung zugegen zu sein. Dies bedeutet sich noch einmal am geschlossenen Sarg zu verabschieden und dann in dem Moment anwesend zu sein, wenn dieser an das Feuer übergeben wird. Auch gibt es Krematorien die große Trauerkapellen für eine Abschiedsfeier am Sarg und einen anschließenden Beerdigungskaffee anbieten.

Urnenversand

Wird eine Urne z. B. in der Nordsee seebestattet und kann oder möchte die Familie die Überführung der Urne nicht selbst übernehmen, ist ein Spezialversand der Urne möglich. Diesen Versand organisiert das Krematorium für Orte auf der ganzen Welt. Empfänger sind dann Reedereien oder Friedhofsverwaltungen.

Beisetzungsmöglichkeiten

Einige Krematorien betreiben eine Friedhofsabschnitte auf denen eine anonyme Beisetzung oder Zerstreuung erfolgen kann. Auch die Beisetzung in einer Gemeinschaftsanlage wird kostengünstig ermöglicht.

9. WAS IST DIE AMTSÄRTZTLICHE UNTERSUCHUNG?

Antwort:

Die Amtsärztliche Untersuchung bezeichnet eine zweite Leichenschau, welche vor der Feuerbestattung vorgeschrieben ist.

Warum ist die zweite Untersuchung vorgeschrieben?

Die erste Leichenschau hat der Arzt durchgeführt, welcher den (natürlichen) Tod festgestellt und anschließend den Totenschein ausgestellt hat. Bestätigt die zweite Untersuchung den natürlichen Tod kann die Feuerbestattung erfolgen. Werden Anzeichen für eine nicht natürliche Todesursache festgestellt, wird die Polizei eingeschaltet und die/der Verstorbene in die Rechtsmedizin verbracht, um die Umstände des Todes zu ermitteln.

Wie erfolgt die Untersuchung?

Der Amtsarzt vergleicht die Angaben im Totenschein mit dem verstorbenen Menschen und schaut sich dessen Körper an. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf Verletzungen oder (krakheitsbedingte) Veränderungen gelegt. Der Körper der/des Verstorbenen wird bei der Untersuchung nicht geöffnet (Obduktion) oder verletzt. Es werden auch keine Blutproben oder ähnliches genommen.

10. WOFÜR WIRD EINE WILLENSERKLÄRUNG BENÖTIGT?

Antwort:

Zustimmung zur Einäscherung

Eine Willenserklärung bezeugt den eigenen Willen oder man bestätigt, dass man im Sinne der/des Verstorbenen handelt. Inhaltlich ist mit Willenserklärung die Zustimmung zur Feuerbestattung gemeint. Da die Feuerbestattung nicht umkehrbar ist, lässt sich z. B. Das Krematorium durch die Willenserklärung versichern, dass die Einäscherung erfolgen darf. (Eine/ein Verstorbene*r der zuerst Erdbestattet wurde, kann theoretisch ausgebettet und dann eingeäschert werden.) Einige Krematorien fordern sogar die Unterschrift von mindestens zwei Angehörigen um die Feuerbestattung erfolgen zu lassen.

Willenserklärung zu Lebzeiten

Eine Willenserklärung kann bereits im Rahmen einer Bestattungsvorsorge zu Lebzeiten gegeben werden. Ist es der Wunsch, dass die eigene Asche nach dem Tod verstreut werden soll, ist nach aktueller Gesetzeslage eine eigenhändig geschriebene Erklärung des/der dereinstigen Verstorbenen erforderlich!

11. WAS IST EINE ASCHENKAPSEL?

Antwort:

Die Aschenkapsel ist das Gefäß, in welches im Krematorium die Asche der/des Verstorbenen gegeben wird. Um ein Herausfallen der Asche zu verhindern, wird die Kapsel verplombt und mit den Daten des/des Verstorbenen gekennzeichnet. Dies sind in der Regel der Vor- und Nachname, das Geburts-, Sterbe- und Einäscherungsdatum. Die Kapsel selbst ist ebenfalls mit dem Namen des Krematoriums versehen. Früher bestanden die Aschenkapseln aus Metall, heute sind diese fast immer aus einem Naturstoff-Material (z. B. Maisstärke und Zellulose), damit Sie im Erdreich ebenfalls vergehen.

Schamottstein

Der Schamottstein ist mit einer Nummer versehen, welche dem verstorbenen Menschen zugeordnet wurde. Vor der Einäscherung wird der Stein in den Sarg gelegt. Aufgrund seiner hohen Hitzebeständigkeit, verändert er sich während der Kremation nicht. Mit der Verstorbenenasche wird er in die Aschenkapsel gegeben. Anhand der Nummer kann die Asche später immer noch einem Menschen zugeordnet und die Asche so identifizieren werden.

12. WARUM GIBT ES DIE SARGPFLICHT?

Antwort:

Der Sarg dient als Ruheort für die/den Verstorbenen. Nach der hygienischen Versorgung und dem Einkleiden, wird die/der Verstorbene in ihren/seinen Sarg gebettet. Bis zur Überführung ins Krematorium verbleibt der Mensch im Sarg in einer Kühleinrichtung. Zur Überführung muss der Sarg geschlossen werden. Dies dient der Transportsicherheit und entspricht den gesetzlichen Vorgaben. Im Krematorium liefert das Holz des Sarges Energie für die Verbrennung.

13. BRAUCHE ICH EINE SCHMUCKURNE?

Antwort:

Die Schmuckurne bezeichne das Gefäß, in welches die Aschenkapsel hineingegeben wird. Sie dient als Schmuckelement, da die Aschenkapsel vielen Menschen als „technisch“ und „nackt“ erscheint. Vorgeschrieben ist eine Schmuckurne allerdings nicht. Da die Größen der Aschenkapseln (aus verschiedenen Krematorien) sehr ähnlich sind, ist auch die Formgebung der Schmuckurnen an diese angepasst. Es gibt eine große Auswahl an Materialien, Farben und Dekoren, sodass eine Urne ausgewählt werden kann, welche zum Verstorbenen „passt“.

Urnen für bestimmte Bestattungsformen

Wird eine Seebestattung oder Flussbestattung gewünscht, muss sich die Urne innerhalb von 24 Stunden im Wasser auflösen um die Asche freizugeben. Urnen, die diese speziellen Anforderungen erfüllen, können z. B. aus Muschelkalk, Zellulose oder Salz bestehen. Auch bei einer Waldbestattung sind die Anforderungen an die Schmuckurne, dass eine kürzere Zeit der Auflösung gefordert ist, als auf dem Ortsfriedhof. Materialien für Bestattungen im z. B. Friedwald bestehen aus Holz, Naturstoff, Filz oder Zellulose.

Individualisierung

Es ist möglich eine Urne zu individualisieren. Dies kann eine Bemalung durch einen Künstler sein oder ein kreatives Ausprobieren, indem die Urne z. B. mit Fotos beklebt oder mit Handabdrücken der Familienmitglieder verziert wird. Viele Familien haben mir schon gesagt, dass es eine schöne Möglichkeit ist, so eine engere Bindung zu dem „Gefäß“ aufzubauen, indem ihr Angehöriger beigesetzt wird. Es ist ein liebevolles Geschenk an den/die Verstorbene*n.

14. DARF EINE URNE AUCH IN EINEM FAMILIENGRAB BEIGESETZT WERDEN?

Antwort:

Viele Friedhofsverwaltungen erlauben heute die Beisetzung einer Urne auch in einem Familiengrab . Die Gründe für diesen Wunsch können vielfältig sein. Ein Ehepartner wünscht sich eine Erdbestattung, der andere die Beisetzung als Urne. Damit beide im selben Grab beisammen sein können, wird die gemeinsame Nutzung im Familiengrab erlaubt. Ein weiterer Grund kann sein, dass auf diese Weise mehr Familienmitglieder in der selben Grabstelle bestattet werden können.